Ralf Liedtke: Mein persönliches Statement: Erfahrung- Querdenken, Bodenhaftung

Zuerst die Hard Facts- meine Vita...

Erfahrung, Querdenken, Bodenhaftung … schöne Seifenblasen oder mehr?
Als wir über uns als Hamburger BeraterContor  – Ziele, Werte, Kompetenzen - intensiver nachdachten, diskutierten wir lange und mit viel persönlicher Leidenschaft. Insbesondere auch über die Frage: Was zeichnet uns wirklich aus, was können wir unseren Kunden versprechen? Diese Diskussion hat mich bis heute bewegt.
Heute finde ich diese, unsere gemeinsam entwickelten Leitwerte nicht nur gut. Ich fühle mich ihnen auch persönlich intensiv verbunden. Sie spiegeln die Erfahrungen meines eigenen beruflichen und privaten Lebens wider. Für mich bedeuten sie ein hohes Maß an Authentizität.

Erfahrung
Mit Mitte 50 will und werde ich mich anderen nicht mehr beweisen. „Sturm und Drang“ meines Lebens sind vorbei. Was im Umkehrschluss nicht bedeutet, nicht auch ständig weiter zu lernen und neugierig zu sein. Ich bin und bleibe aktiv, engagiert und jederzeit bereit, neue Projekte und Herausforderungen mit großer Leidenschaft anzupacken. Vorausgesetzt: Diese Projekte überzeigen mich von ihrem Nutzen für meinen Kunden.
Meine „Lebenserfahrung“ macht mich heute einfach ruhiger, abgeklärter, mit mehr „Abstand“ zu mir selbst. Sie nutzt mir, anstehende Dinge klarer und distanzierter auf den Punkt zu bringen, die Sichtweisen anderer besser zu verstehen und anzunehmen. Auf dem Fundament dieser Erfahrungen – die für mich eine „gute“ Mischung bedeuten. Eine Mischung von meist Positivem, verbunden mit der Chance einer unkomplizierten persönlichen Weiterentwicklung, mitunter aber auch Schmerzhaftem, Verluste einsteckend – dem Abschied nehmen müssen von „Vertrautem“ , so auch eigenen, nicht mehr hilfreichen „Glaubenssätzen“ und Einstellungen.
Krisensituationen mit großen Veränderungen in meinem Leben sind im Rückblick betrachtet für mich das Beste, was mir wirklich passieren konnte. Ungeachtet dessen, ob ich diese selbst bewusst initiiert habe oder ganz überraschend „konfrontiert“ wurde.
Heute versuche ich, diese, meine positiven wie auch schmerzvoll erlebten Erfahrungen Führungskräften, Teams und Organisationen weiter zu geben. Ich möchte diese ermutigen, primär die Chancen einer Neuorientierung zu sehen und diesen Neustart aktiv zu gestalten. In Veränderungsprozessen fühle ich mich in meiner Berater- und Trainertätigkeit besonders wohl und erfahre aus Rückmeldungen, dass ich nützliche Beiträge leisten kann.
Eine für mich sehr greifbare und zeitlich noch recht nahe Erfahrung ist: Ein mittelständisches Familienunternehmen als Geschäftsführer aus einer existentiellen Krise mit tiefgreifenden Restrukturierungsmaßnahmen in „schwarze Zahlen“ und eine neue Zukunft zu führen. Das nicht nur als Berater sondern operativ mit allen Wirkungsebenen. Für mich persönlich umfasste dieser Zeitraum vier sehr erfüllte Jahre, die mich in meinem Selbstverständnis bestätigten: mit Visionen und daraus abgeleiteten Interventionen und Aktionen, in hohem Maße beteiligungsorientiert, zu messbaren und nachhaltigen Erfolgen zu kommen. Die mir auch zeigten: Bleibe stets offen, neugierig, aufgeschlossen, verlasse auch Deine eigenen „Bezugssysteme“. Du kannst immer auch Neues lernen, die Ideen anderer aufgreifen und konsequent mit Nachhaltigkeit weitertreiben.

Querdenken
Einfach war ich als Persönlichkeit sicher nie. Oft zeigte ich mich als „Treiber“ und manchmal lief ich einfach konsequent gegen Mauern und stieß mir den Kopf. Ich hatte zu jeder Zeit meine Ideale und Ziele. Meist habe ich etwas „bewegt“ – sicher auch auf meine Art und Weise. Typisch für mich war/ und ist auch heute eine Balance zwischen Anpassung/ Wertschätzung und Querdenken/ Rebellion, zwischen dem Versuch einer kontinuierlichen Verbesserung und einem Quantensprung. Schon früh in meinem Leben wollte ich Bewegung nach vorn – ob im Elternhaus, in der Schule, der Bundeswehr, im Studium oder in den Etappen meiner ersten Berufstätigkeit. Oft ist dieses mir gelungen, mitunter auch zu meinem eigenen Erstaunen. Gelungen heißt für mich: nicht mehr „Hilfreiches“ in Bewegung zu bringen und dabei auch „Gehör“ und Akzeptanz meiner Ideen zu finden.
Einschneidend war für mich ein einjähriger Auslandsaufenthalt. Viel habe ich hier lernen dürfen. Zum Beispiel, was ein wirklicher Perspektivwechsel, was Offenheit, Toleranz und ein Lernen von anderen (Menschen, Kulturen) bedeuten können. Dieses beruflich wie privat. Ich möchte diese Erfahrungen heute nicht mehr missen.
Das hat mich persönlich geprägt. Manchmal ecke ich auch heute dafür an. Wenn ich zum Beispiels scheinbar fest zementierte „Wahrheiten“ einfach auch in Frage stelle, im Privaten wie auch im Beruflichen. Und dabei nicht selten erlebe, dass es oft nur einen kleinen Impuls braucht, um auch andere für den ersten Schritt in Richtung eines wirkungsvollen Querdenkens zu ermuntern.

Bodenhaftung
Meine Familie, Freunde, mein privates Umfeld waren und sind mir wichtig. Dazu steht für mich der Ausgleich von beruflichen und privaten Interessen. Nicht immer ist mir das in der Vergangenheit gelungen, das gestehe ich ehrlich ein. Die Balance zu finden zwischen anspruchsvollen beruflichen Projekten und meiner Liebe zur Musik, zu Austausch und Begegnung mit Freunden/ in der Familie, zu körperlicher Bewegung und anderem.
Ich weiß dafür auch heute keine Patentlösung, weil es mich situativ immer wieder innerlich zerrissen hat. Trotzdem bin ich überzeugt, dass wir aus Erfahrungen lernen können. Ich bin aber auch überzeugt, dass jede Person in einer bestimmten Situation einer ganz individuellen Lösungssuche bedarf.
Aller Aufgeschlossenheit und Neugierde auf andere Menschen, Kulturen zum Trotz gibt es auch für mich eine Heimat: Das Norddeutsche und Hamburg als „meine Perle“. Sicher auch den HSV, ein „Urgestein“, das mich immer auch emotional „angefasst“ hat. Und irgendwann werden „WIR“ wieder Deutscher Meister. Das ist für mich auch Bodenhaftung.
Bodenhaftung heißt für mich auch: „Schuster bleib bei deinen Leisten“. Manche „vergessen“ diesen Grundsatz heute schnell in der Gier nach Erfolgen und manch „Ikarus“ fällt schneller zu Boden, als ihm je lieb gewesen ist.
Im Beruflichen bedeutet „Bodenhaftung“ für mich, nicht jedem Trend, jeder Mode zu folgen. „Alter Wein in neuen Schläuchen“ – wie wahr entpuppte sich oft diese Aussage. Das „scheinbar“ so faszinierende Neue, das oft ganz „bizarre“ Nebenwirkungen zeigte. Und dennoch: Neue zielführende Ideen sind immer gut und zum „Hineinbeißen“ erwünscht. Sie sind aber keine „Heilsbringer“ für Erfolg. Jeder sollte kritisch prüfen, ob das „Neue“ seiner Bedarfssituation und seinen Zielen wirklich dienlich ist. Es braucht immer einen ganzheitlichen Zusammenhang, um ambitionierte Ziele zu erreichen.
Erforderlich ist und bleibt im Leben, will man erfolgreich sein und bleiben, die Wanderung auf dem Grat, so schwer dieser mitunter auch fällt. Dieses ist meine Erkenntnis! Dazu gehört heute, eine Balance zwischen Verändern und Bewahren zu finden.
Den „Spagat“ habe ich selbst oft erlebt und er wird mich sicher auch weiter begleiten. Doch wenn die Vision stimmt, Ideen zielführend bleiben und verbindende Werte unterstützen – wird der Erfolg nie ausbleiben. Für Ihr Unternehmen wie auch privat!

Wer noch mehr in Fakten zu meiner Person noch lesen möchte, hier noch einmal zur Erinnerung-- meine Vita

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