Das unternehmensinterne Konfliktmanagementsystem. Eine sinnvolle Einrichtung, die gut gemacht sein will
Schwerpunkt des diesjährigen Konfliktmanagement-Kongresses war das Thema „Wirtschaftsmediation“. Im
Rahmen des Kongresses stellten u.a. Vertreter der Unternehmen E.ON und SAP ihre Ansätze für ein modernes Konfliktmanagementsystem vor. Die erfolgreiche Bearbeitung einer täglichen Vielzahl von Konflikten stellten die Referenten mit Blick auf Kosten und Ressourcen als erfolgs- und wettbewerbswirksam dar. Neben den klassischen Instrumenten der Konfliktbeilegung von der Verhandlung über die Moderation und rein hierarchische Lösungen bis hin zum Gerichtsprozess, verzeichnen konsensuale Streitlösungsmethoden wie Mediation nicht nur in diesen Unternehmen zunehmendes Interesse.
In einem „Round Table wird der Erfahrungsaustausch zu den internen Konfliktmanagementsystemen und zur internen und externen Mediation in beiden Unternehmen überbetrieblich intensiv betrieben, schilderten die Referenten. Gemeinsam mit Unternehmen wie Audi, Siemens, Bauer, DB und EnBW habe man sich der Vision verschrieben, „In Unternehmen der deutschen Wirtschaft (…) die Methoden, Instrumente und Akteure, die im Bereich Konfliktprävention und –lösung eingesetzt werden, effektiv zu vernetzen…“. So solle für „Anerkennung und regelmäßigen Einsatz, insbesondere der Mediation als wichtigem Baustein eines modernen Konfliktmanagementsystems“ gesorgt werden.
Sie interessieren sich ggf. dafür, ein „innerbetriebliches Konfliktmanagementsystem“ in Ihrem Unternehmen zu installieren? Sprechen Sie uns an, wir unterstützen Sie dabei gerne!
Rahmen des Kongresses stellten u.a. Vertreter der Unternehmen E.ON und SAP ihre Ansätze für ein modernes Konfliktmanagementsystem vor. Die erfolgreiche Bearbeitung einer täglichen Vielzahl von Konflikten stellten die Referenten mit Blick auf Kosten und Ressourcen als erfolgs- und wettbewerbswirksam dar. Neben den klassischen Instrumenten der Konfliktbeilegung von der Verhandlung über die Moderation und rein hierarchische Lösungen bis hin zum Gerichtsprozess, verzeichnen konsensuale Streitlösungsmethoden wie Mediation nicht nur in diesen Unternehmen zunehmendes Interesse. - SAP hat sich zum Ziel gesetzt, alle Angebote im Hause zum Thema Konflikt zu bündeln, um bestmögliche Lösungen für alle Anlässe anzubieten. Dazu sind strukturierte und effiziente Prozesse definiert worden, die alle länger existierenden kompetenten Konfliktanlaufstellen bei SAP vernetzen. Diese Prozesse integrieren neue Angebote wie Mediation. Der Projectexecutive Konfliktmanagement (direkt dem CEO von SAP zugeordnet schilderte mit großer Offenheit: Eine interne Studie zum Thema Konfliktkosten hätte gezeigt, dass dem Unternehmen „ein Vermögen“ an Kosten allein durch den Weggang qualifizierter Mitarbeiter entstanden sei, die aufgrund ungelöster Konflikte das Haus verließen. Transformation und umfassender Wandel im Unternehmen lassen ein (weiter zunehmendes) hohes Konfliktpotenzial mit negativen Folgen entstehen. Vor diesem Hintergrund hat das Softwarehaus die Vision für sich entwickelt: „SAP nutzt aktiv und konzernweit Konflikte als Chance für Entwicklung und Wachstum.“ Dabei würden sich die „SAP Werte gerade durch Konflikte (und den Umgang damit) realisieren“. Noch im Projektzustand, aber bereits zunehmend erfolgreich, werden über eine zentrale und „niedrigschwellige“ Anlaufstelle alle Formen der internen Auseinandersetzung zwischen Mitarbeitern, Mitarbeitern und Vorgesetzten, in Teams etc. neutral entgegengenommen und einer geeigneten Form der Konfliktbearbeitung zugeführt. Dafür stehen dann z.B. Betriebsrat oder Ombudsmann, Externe Telefonberatung oder der Sprecherausschuss Leitende Angestellte, das Gesundheitswesen oder auch Mediatoren zur Verfügung. Insgesamt sind dafür bereits 20 interne Mediatoren umfassend qualifiziert worden. Das positive Erleben erster Mediationen trägt zur laufenden Akzeptanzsteigerung bei: „Wenn Sie Mediation veranlassen, geben Sie keine Allmacht ab!“ ist ein erstes Resumée bei SAP.
- Bei E.ON geht man noch über die Pläne von SAP hinaus und setzt bereits heute Mediation innerbetrieblich, aber auch zwischen Konzern-Gesellschaften und / oder Market Units ein. Gerade bei unterschiedlichen Unternehmenskulturen habe sich diese Methodik bewährt. Nach bereits 50 internen Mediatoren sei der jetzt im Herbst gestartete 3. Ausbildungsgang sofort ausgebucht gewesen. Die Plätze dafür waren heiß begehrt, die Rolle des Mediators werde hoch respektiert. Ziel sei es nach Aussage des Referenten aus dem E.ON-Konzern, „die (angestrebte) Unternehmenskultur gerade auch im Konfliktfall zu leben und die Verhaltensweisen erkennbar auf Werte abzustimmen“, die dem Unternehmen wichtig erscheinen. Dass dies auch dazu beiträgt, die Kosten so gering wie möglich zu halten, erfahre man an positiven Ergebnissen. Gerade am Beispiel der Konzernmediation sei dabei erkennbar, wie wichtig die breite Unterstützung auf allen Ebenen sei, vom Vorstand über die Geschäftsführungen, die Leitenden Angestellten und den Betriebsrat. Insgesamt habe sich im Unternehmen gezeigt, wie nützlich das Mediatoren-Knowhow auch außerhalb der Konfliktbearbeitung sei, hob der Referent hervor. So würden mehr und mehr klassische (distributive) Verhandlungen, die sonst meinst konfrontativ geführt würden, mit Hilfe der internen Mediatoren in kooperativem Verhandlungsstil im Sinne des Gesamtunternehmens gestaltet.
In einem „Round Table wird der Erfahrungsaustausch zu den internen Konfliktmanagementsystemen und zur internen und externen Mediation in beiden Unternehmen überbetrieblich intensiv betrieben, schilderten die Referenten. Gemeinsam mit Unternehmen wie Audi, Siemens, Bauer, DB und EnBW habe man sich der Vision verschrieben, „In Unternehmen der deutschen Wirtschaft (…) die Methoden, Instrumente und Akteure, die im Bereich Konfliktprävention und –lösung eingesetzt werden, effektiv zu vernetzen…“. So solle für „Anerkennung und regelmäßigen Einsatz, insbesondere der Mediation als wichtigem Baustein eines modernen Konfliktmanagementsystems“ gesorgt werden.
Sie interessieren sich ggf. dafür, ein „innerbetriebliches Konfliktmanagementsystem“ in Ihrem Unternehmen zu installieren? Sprechen Sie uns an, wir unterstützen Sie dabei gerne!