Motivation und Engagement im Arbeitsalltag? Nein Danke!
Seit 8 Jahren veröffentlicht das Gallup-Institut jährlich eine Studie zu Motivation und Engagement deutscher Arbeitnehmer. Und jedes Jahr werden deren Kernaussagen in griffigen Titeln und Statements zitiert, wie z.B.:
Kein Handschlag mehr als nötig- Mehrkosten in Milliardenhöhe
- Frustfaktor Job
- Frustfaktor Vorgesetzter
- Der geldwerte Vorteil guter Führung
Hört sich wirklich gut an?
Zunächst einmal einige Details zu den Befragungsergebnissen-- hier.
Jedem, der mit Personalentwicklung, Führung oder Motivation beruflich zu tun hat, sträuben sich die Haare. Wie kann in Zeiten wie diesen noch so ein Ergebnis rauskommen? Es müsste doch eigentlich in allen Unternehmen inzwischen die Botschaft angekommen sein, dass der Unternehmenserfolg nicht (nur) über Zielvorgaben, stramme Erfolgspläne und top-down Vermittlung von Strategien begründet wird. Haben die Entscheider, die Manager immer noch nicht begriffen, worauf es ankommt, um den Erfolg des Unternehmens wirklich sicherzustellen? Bewegen wir uns immer noch in Zeiten, wo eine gute Führungskraft die ist, die stramm „Befehle durchstellt“, top down exekutiert und „Befindlichkeiten“ der Mitarbeiter als „private Macken“ abtut?
Das Schlimme daran ist, dass die Ergebnisse der Gallup -Studie Jahr für Jahr dieselben sind (siehe hierzu ein Kurzabriss).
Das zeigt, dass die Botschaft nicht wirklich dort ankommt, wo sie landen sollte- bei den Vorständen und oberen Führungskräften.
Dort ist nach wie vor operative Strategiedurchsetzung angesagt, um der Krisenbotschaften aus Finanzkrise, Deflation und Rezession Herr zu werden. Ansätze und Ideen der Personalverantwortlichen zur aktiven Integration erfolgsfördernder Personalentwicklungs- Maßnahmen werden abgetan mit Fragen: Muss das denn sein, was bringt denn das und was kostet das?
Frust bei den Experten in den Unternehmen ist nicht das einzige Ergebnis. Die Demotivations-Kosten steigen auf allen Ebenen. Die können zwar bei Führungskräften und Mitarbeitern nicht konkret von den Controllern erfasst werden, sie sind dennoch systemimmanent massiv wirksam. Das wird dann entweder dem unzuverlässigen Kundenverhalte, den ungünstigen Marktentwicklungen oder der unzureichenden Zielerfüllung der Mitarbeiter zugeschrieben- Controlling rechnet alles da hin wo es sein soll.
Schade: die wirklich Verantwortlichen sitzen sicher und wähnen sich in strategisch definierter Zuversicht. Und die Demotivations-Bombe tickt. Wenn Unzufriedenheit der Mitarbeiter und Führungskräfte so viel Sand im Getriebe hinterlassen hat, dass das Unternehmen in der Krise steckt, gibt es keine probate Lösung mehr, es sei denn man versucht sich zeitbegrenzt durch Outsourcing oder Kapazitätsabbau (Entlassung von Mitarbeitern) zu helfen. Eigentlich hatten wir von Motivation gesprochen oder?
Was ist zu tun, um diese Problematik zu lösen?
Nun ein Schlüsselfaktor ist offenkundig die Führung. Was man/ Unternehmen tun kann, um seine Führungskräfte für Führung fit zu machen, dazu können Sie sich auf unserer Website ausführlich informieren.
Speziell zu den Gallup -Ergebnissen und den von ihnen angesprochenen Aspekten können Sie in Kürze noch mehr lesen, schauen Sie wieder rein!
- Weblog von B.Behrend
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