Meeting-Marathon--Die Geschichte von der vergeudeten Zeit..

Verwirrt nach Meeting? Viel Geld für wenig Ergebnis?  Die Wirtschaftswoche berichtet  in ihrer Ausgabe 38 vom 14.89. 2009 über die Konferenzkultur in unseren Unternehmen und  über die Folgen.
Wir möchten diesen Artikel, in dem verschiedene Studien und Untersuchungen ausgewertet wurden heute nur von einem der Kernaspektre her beleuchten- der Frage nach der in Meetings vergeudeten Zeit und den Ursachen bzw. Verantwortlichkeiten dafür.

Die WiWo setzt folgende Schlaglichter:

  • JEDER Angestellte nimmt durchschnittlich  an 7 Meetings in der Woche teil- jeweils zusammen mit 6 Kollegen.
  • Jedes Meeting hat eine Durchschnittsdauer von 2 3/4 Stunden. (Etwa 20 % der Besprechungen dauern sogar länger als 5 Stunden)
  • Für die Vorbereitung dierser Meetings werden wöchtentlich zusätzlich  rd. 5 Arbeitsstunden  aufgewendet.
  • Jede zweite dieser  Gesprächsrunden  ist nach einer Untersuchung unproduktiv.
  • Nach dem Meeting wissen im Schnitt 52% der Teilnehmer nicht, was sie nun zu tun haben.

Der WiWo-Bericht zeigt  zahlreiche erhellende Faktoren auf- Ursachen, Symptome, Folgen: von Laberrunden über Jahrmarkt der Eitelkeiten, Sitz- und Hackordnung, Selbstdarstellung, PPT-Schlachten, Gemeinplätzen bis hin zu rituellen Schaukämpfen.
Mehr dazu im Beitrag und in den Empfehlungen, was man wie anders = besser machen kann....

Für uns an dieser Stelle  gibt es ein Fazit in quantitativer und eine Schlussfolgerung in qualitativer Hinsicht.

Auf der quantitativen Zahlenebene:

Wenn jeder MA (mit jeweils 6 Kollegen) wöchentlich jeweils im Schnitt 2,75 Std. in Meetings verbringt und das 7 mal pro Woche, dann macht das bei 46 Arbeitswochen im Jahr 885,5 Arbeitsstunden im Jahr.  Setzt man dies in Relation zu der Jahresarbeitsstunden-Zahl  -das sind 1840 (40 Stunden-Woche unterstellt)- dann werden 48,13 % der jährlichen Arbeitszeit  in Meetings verbracht.  Dabei haben wir die oben erwähnte Vorbereitungszeit gnädigerweise noch nicht mit berücksichtigt. Das muss man sich wirklich bewusst vergegenwärtigen: die Hälfte ihrer Arbeitszeit verbringen alle Mitarbeiter in Unternehmen mit Meetings. Und wenn der Bericht 30% davon als "Schwafelrunden" und unnütz bzw. unproduktiv bezeichnet, ist damit gesagt, dass 1/6 der Zeit kostenwirksam ohne Ergebnis verpufft. Man kann diese Ergebnisse allerdings auch kritischer sehen...
Nun zur qualitativen Schlussfolgerung aus unserer Sicht:

Der Bericht und die verwerteten Untersuchungen zeigen zwei essentielle Problemfelder auf: Zum einen die Mängel auf der Kommunikationsebene und zum anderen die Mängel auf der Führungsebene. Denn letztlich  wird jedes Meeting von einem Verantwortlichen- einer Führungskraft geleitet- offensichtlich mehr schlecht als recht. Was die Moderationsfähigkeit- aber nicht nur diese- betrifft, bleibt also nach wie vor viel zu tun. Das zum Thema Führungskräfteentwicklung....

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