Die Kunst des Kritisierens

In der WIWO Nr. 3 vom 18.1.2010 wird ein kurzer Auszug aus dem Buch

„Täglicher Kampf zwischen Konferenz und Kopierer“ von Jochen Mai

rezensiert. Es geht darum, wie man andere im Job „besser kritisiert“.
Sehr schön der Titel: „Tadel verpflichtet“. Wie findet man mit berechtigter Kritik den richtigen Ton? Diese Frage ist natürlich nur relevant, wenn man kritische Dinge- Tadel oder einen deutlichen Widerspruch z.B.  auch wirklich ausspricht.
Und das ist das erste Problem- getreu dem Motto: Reden ist Silber, Schweigen ist Gold. Das Thema wird eben nicht angesprochen. Dahinter steckt vielfach  mangelnder Mut, Konfliktvermeidung oder Harmoniebedürfnis. Das zweite Problem ist, die Kritik so nett zu verpacken, dass sie nicht weh tut, bzw. dass der Kritisierte sie klaglos schluckt. Der Autor formuliert es so: „Es nutzt alles wenig, wenn die Kernbotschaft in der Soße der Toleranz und Lieblichkeit absäuft“.
Sein Ratschlag: trotz aller Verpackungskünste sollte eine klare Botschaft ausgesprochen werden. Und dazu gibt er acht Tipps, die wir hier nur anreißen wollen.
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Einige der Tipps sind:

  1. Bemühen Sie sich um eine sachliche Atmosphäre….., niemals mit Wut im Bauch loslegen…..
  2. Beteiligten sollten vorab klären, ob sie lösungswillig sind, sonst spare man sich das Kritikgespräch….
  3. Bleiben Sie als Kritiker stets ruhig und hören Sie genau zu, konzentrieren Sie sich auf das Problem, überhören Sie Beleidigungen….
  4. Unterbrechen Sie den anderen nicht, nutzen Sie eine ruhige Sprache….
  5. Schildern Sie Ihre Sicht/Wahrnehmungen, ohne zu bewerten, respektieren Sie Gefühle und gehen darauf ein…..
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