Demotivationswerte unverändert—steter Tropfen höhlt keinen Stein??
Schauen wir uns doch mal die seit 2001 vom Marktforschungsinstitut Gallup veröffentlichten „Motivationswerte“ in deutschen Unternehmen an:
Zuerst die positive Nachricht:
In 2001 waren doch immerhin 16% der Arbeitnehmer in Deutschland engagiert bei der Arbeit, spürte echte Verpflichtung gegenüber dem Unternehmen und emotionale Bindung. Das drückt sich in geringen Fehltagen, hoher Produktivität und geringer Fluktuation aus. Allerdings ist der Prozentsatz der Engagierten seit 2001 auf 13 % in 2008 gesunken.
Zur wirklich schlechten Nachricht:
2001 waren 15 % der Arbeitnehmer „aktiv unengagiert“, soll heißen, sie haben innerlich bereits gekündigt, sind zwar körperlich präsent, psychisch allerdings abwesend, wenn sie nicht sogar aktiv gegen die Interessen des eigenen Unternehmens handeln. Dieser Anteil lag in 2008 bei 20%, hat also um 25 % zugenommen.
Und schließlich zu erwähnen der große Block der Arbeitnehmer in der Mitte: in 2001 waren es 69, in 2008 67 %, die ihrer Arbeit gegenüber eher unengagiert, emotional nur gering gebunden waren und nur „Dienst nach Vorschrift“ machten.
Diese Zahlen können einen wirklich erschrecken, insbesondere, weil sie seit etlichen Jahren so konstant negativ sind. Und wenn man die jährlichen Studien nur oberflächlich vergleicht: Als Ursachen werden durchgängig hausgemachte Probleme genannt wie „Managementfehler“, Führungsmängel bzw. Mängel bei den Führungskräften.
Wer mehr darüber erfahren möchte, findet in zahlreichen Presseberichten aufschlussreiche Details, so z.B. von Focus, dem Manager-Magazin oder der Finacial Times Deutschland.
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