Anmerkungen aus der Beraterpraxis zu einigen Publikationen Ende 2010

Wir haben zu Weihnachten 2010 eine Publiukation und 3 Neuerscheinungen auf dem Büchermarkt aufgegriffen und kommentiert. Es sind dies folgende:

  • Artikel in der WiWo: Unternehmen mit Zukunft sind kreativ- ein Interview mit Prof. J. Birkinshaw
  • Ein Buch von Jens Uwe Meyer: Wenn der Chef auf der Bremse steht
  • Ein Buch von Anja Förster und Peter Kreuz: Nur Tote bleiben liegen
  •  Und ein Buch von Prof. Dr. Gertrud Höhler: Götzendämmerung- die Gedlreligion frisst ihre Kinder.

Das Fazit aus den 4 Publikationen ist aus unserer Sicht, dass trotz Schlips, Titel und (Herrschafts)-Funktion keine Führungskraft Bremsfaktor für den Erfolg und die Zukunft  des Unternehmens sein muss, wenn sie sich auf ihre wirklich essentiellen Aufgaben konzentriert:

Vorbild für die Mitarbeiter sein, d.h. Entfaltungsfreiheit, Kreativität, Innovation selbst aktiv einbringen, vorleben und in diesem Sinne für die Mitarbeiter Freiräume schaffen und Unterstützung gewähren, damit diese sich selbst und eigenverantwortlich in diesem Sinne engagieren können.

Und zu guter Letzt veranlassen uns die betrachteten Publikationen zu einer Anmerkung aus der Beraterpraxis: Gerade in jüngster Zeit erleben wir als Berater einen zunehmenden Bewusstseinswandel in dieser Richtung in Unternehmen, die wir bereits seit Jahren begleiten. So werden die Stimmen deutlich lauter, die genau diese Eigenverantwortlichkeit von Mitarbeitern und deren Vorgesetzten verlangen. Auf 2 verschiedenen „Kaminabenden“ anlässlich von Führungsseminaren auf der Abteilungsebene stellten Vorstände verschiedener Konzernunternehmen kürzlich unabhängig voneinander vor, was sie in Zukunft deutlich mehr von ihren unterstellten Führungskräften verlangten: eine eigene, auch abweichende Meinung haben, den Mut und die Risikobereitschaft, diese laut und deutlich und nicht abwägend zu äußern, insgesamt mehr Querdenken und Kreativität zu zeigen und dies bei den eigenen Mitarbeitern nicht nur zuzulassen, sondern bewusst zu fördern! In der morgendlichen Seminarrunde wird dann üblicherweise heiß diskutiert, dass auf dem Weg zur praktischen Umsetzung ein Kulturwandel erforderlich ist, der voller Fallstricke sein kann.
Dass dies dann auch Vorstände braucht, die mit "Querdenken" zielroientiert und konstruktiv  umgehen, liegt auf der Hand.  Veränderungen, die einem Paradigmenwechsel gleichkommen, fangen aber immer klein an – viele kleine Lagerfeuer, statt eines Flächenbrandes. Wir plädieren für mehr „zündende Ideen“.